Holzwurm Nr. 47 – Holz im Garten

Neuste Ausgabe des Magazins STAMM – jetzt verfügbar

Holz ist als Baustoff ein echtes Bindeglied zwischen Haus und Garten. Ob für Zäune und Palisaden, für Pergolen oder Pavillons, Holzroste oder Carports: Holz bietet immer einen passenden Touch Natur. Holz ist draussen jedoch den unterschiedlichsten Witterungseinflüssen ausgesetzt. Welche Holzarten und welche Schutz- und Pflegebehandlungen für Holz im Aussenbereich am besten geeignet sind, dass verrät Ihnen der Artikel «Holz im Garten» der Kundenzeitung STAMM – Demnächst bei Ihnen in der Post.

In der neusten Ausgabe der Kundenzeitung STAMM finden Sie zudem spannende Inhalte zu barrierefreiem Wohnen im Alter, Schweizweit erstem Keller in Holz und vielen mehr. Sie möchten nicht so lange warten? In diesem Holzwurm senden wir Ihnen einen Auszug des Artikels «Holz im Garten» – leicht gekürzt, bereits vorab – zum Schmökern und gluschtig machen.

Holz im Garten

Holzterrassen sind im Aussenbereich für Sitzplätze sehr beliebt. Auch den Pool fassen sie ansprechend und behaglich ein. Das Anlegen solcher Holzterrassen ist allerdings gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Wer sie jedoch richtig plant und sauber ausführt, wird lange Freude daran haben. So manches Gründerzeithaus in der Stadt verfügt zwar über keine Balkone, bietet dafür aber eine Dachterrasse, die im Sommer für alle Hausbewohner ideal wäre zum Sonnenbaden und Grillieren. Wenn da nur das Blechdach nicht wäre, dessen Hitze den Aufenthalt bis nach Einbruch der Dunkelheit zur Qual macht! Die Lösung? Ein Holzrost kann in solchen Fällen den Weg zu mehr Lebensqualität ebnen. Doch auch jeder «normale» Balkon, jede Einfamilienhaus-Terrasse gewinnt mit einem begehbaren Holzrost einen Touch Natur.

Voraussetzung: der richtige Brettschnitt
Niemand mag es, wenn er jeden Tag Holzsplitter aus den Füssen ziehen muss – deshalb sollte man darauf achten, dass die oberen Kanten der Bretter in jedem Fall gerundet sind. Fast noch wichtiger aber ist es, dass die Terrassenbretter richtig geschnitten sind. Geeignete Schnittarten sind Rift- oder Halbriftschnitt aus mittengetrennten Brettern. Man erkennt solche Bretter daran, dass die Jahrringe beim Blick auf die Schnittfläche, wenn man das Brett so hält, wie es montiert werden soll, vertikal (Rift) oder diagonal (Halbrift) verlaufen, nicht aber horizontal. Keinesfalls darf der Rost aus Seitenbrettern (liegende Jahrringe) bestehen, denn bei dieser Schnittart stellen sich bei Schwankungen des Feuchtegehalts sofort abstehende Splitter ein. Solche Bretter würden sich zudem unter der Nässe viel zu stark wölben. Jedes Holz «arbeitet», aber die damit einhergehende Verformung muss in einem brauchbaren Mass bleiben. Bei Seitenbrettern ist das nicht garantiert. Ebenso tabu sind für Holzterrassen daher auch Markbretter. Dies sind Bretter, die zwar vertikale Jahrringe aufweisen, jedoch nicht mittengetrennt sind. Meist sind bei solchen Brettern die ersten Jahrringe aus der Mitte des Stammes im Querschnitt sofort sichtbar. Nicht entscheidend ist, ob die Terrassenbretter beim Einbau kleinere oder gut verwachsene Äste und Oberflächenrisse zeigen; bei «Qualität N1» ist damit zu rechnen. Auch kürzere Endrisse bis 50 mm müssen in Kauf genommen werden und sind kein Grund zur Reklamation. Bretter, die mehr als etwa 150 mm breit sind, sollte man vermeiden; sie tendieren zu starker Rissbildung. Gängige, normierte Fertigquerschnitte sind: 25/94 mm und 32/94 mm; Standardlängen sind: 4 m und 5 m, je nach Holzart. Terrassenbretter sind mit geriffelter oder ebener Oberfläche erhältlich. Geriffelte Bretter bieten zwar etwas mehr Halt, allerdings sammelt sich dadurch auch Schmutz in den Rillen.

Der Hauptfeind heisst stehendes Wasser

Der Untergrund für einen Holzrost muss immer fest sein (aus Beton, Blechdach, Asphalt und so weiter). Zum Beispiel müssen im Garten auf Mergel- oder stabilem Kiesbett Lastverteilungsplatten eingesetzt werden, damit der Holzrost stabil aufliegen kann. Auf einer Gebäudeabdichtungsbahn braucht es zudem ein flächig verlegtes Brandschutzvlies. Der Untergrund sollte im Übrigen ein leichtes Gefälle haben, damit Regenwasser gut abfliessen kann. Die Fugenbreite zwischen den einzelnen Bodenbrettern sollte minimal 7 mm betragen. Eine Unterkonstruktion sorgt dafür, dass die Terrassenbretter nicht direkt auf dem Untergrund aufliegen. Die Unterkonstruktion muss aus Materialien bestehen, die mindestens so dauerhaft haltbar sind wie die Terrassenbretter selbst. Ein nicht zu vernachlässigendes Detail: Rostfreie Schrauben sind in jedem Fall ein Muss. Für Nadelhölzer, wie Lärche und Douglasie, kann eine offenporige und wasserabstossende, allseitige Oberflächenbehandlung aufgebracht werden. Sie verzögert zwar die Holzalterung, reduziert die Wasserfleckenbildung und vermindert die Rissbildung im Holz, muss jedoch jährlich nach der Oberflächenreinigung erneuert werden. Holzterrassen dürfen nie in stehendem Wasser liegen; daher müssen sie auch periodisch gereinigt werden, damit eine wirksame Entwässerung jederzeit gewährleistet ist. Durch diese Instandhaltungsarbeiten bleibt die Holzterrasse auch lange gut in Form.

Möchten Sie den kompletten Artikel «Holz im Garten» nachlesen? Sie finden diesen und weitere spannende Inhalte in unserer neusten Kundenzeitung STAMM. Hier gehts zur online Ausgabe:

Bilder: Stuberholz AG, istockphoto.com
Quellen: Lignum