Rückblick Zukunftstag

Zukunftstag – Ein Tag gegen Geschlechterklisches und für die Nachwuchsföderung

Noch immer sind Frauen im Holzbau untervertreten. Aber wieso eigentlich? Die Berufe im Holzbau sind breit gefächert und für alle Geschlechter gleichermassen spannend. Am nationalen Zukunftstag steht der Rollentausch im Vordergrund – eine ideale Gelegenheit, um mit Geschlechterklischees im Holzbau aufzuräumen.

«Wir wollen Personen nicht schubladisieren und ihnen die Möglichkeit geben das zu lernen, was sie wollen – unabhängig vom Geschlecht» sagt Freddi Bangerter, Lehrlingsausbildner bei Stuberholz. Aus diesem Grund öffnete Stuberholz am 10. November die Türen zum Spezialprogramm «ein Tag als Zimmerin». 5 Mädchen und – da wir die Jungen vom Programm nicht ausschliessen wollten – auch 5 Jungen sind der Einladung gefolgt. Am frühen Morgen wurden die 10 Schüler aus Bern und Umgebung begrüsst. Während einem Rundgang durch die Büros und die Produktionshallen erhielten die Teilnehmer einen ersten Einblick in einen Holzbaubetrieb. Gestärkt mit einem feinen Znüni stand dann auch schon eine erste Holzarbeit an, bei der die Teilnehmer einen Zimmermannsknoten herstellten. Jeder den der Beruf des Zimmermanns ergreift, lernt auch, einen Zimmermannsknoten zu konstruieren – und er macht dabei nicht selten die Erfahrung, dass der Zusammenbau alles andere als einfach ist. Als Team und mit etwas Hilfe von den Mitarbeitenden konnte die Herausforderung aber gut bewältigt werden.

In einer zweiten Aufgabe stellten die Schüler ein Vogelhäuschen her. Dabei haben die Kinder viel über das praktische Bearbeiten von Holz gelernt. Mit viel Enthusiasmus wurde geschraubt, gemalt und an der CNC-Maschine gearbeitet. Die Stimmung war gut und es wurde viel gelacht und geplappert. «Ich könnte mir gut vorstellen als Zimmerin zu arbeiten» sagt Teilnehmerin Galena «es gefällt mir, wenn man am Ende des Tages sieht, was man gemacht hat».