Holzwurm Nr. 78 – Wohnen auf kleiner Fläche: Der Trend zum Tiny House

Kennen Sie die Durchschnittsgrösse einer Schweizer Wohnung? Sie beträgt mittlerweile knapp 100 Quadratmeter. Statistische Zahlen zeigen, dass die Wohnfläche pro Person hierzulande während der letzten paar Jahrzehnte erheblich zugenommen hat. Gleichzeitig ist ein Gegentrend zu beobachten. Wer hat sie nicht auch schon bemerkt, die kompakten, oftmals aus Holz gebauten Häuschen? Sie werden als «Tiny Houses» bezeichnet und stehen nicht nur für reduzierte Wohnfläche, sondern auch für einen eigenen Lebensstil. Dieser orientiert sich unter anderem an minimalistischen Grundsätzen und an einer auf Flexibilität ausgerichteten Lebensweise. Viel Wissenswertes zum Wohnen auf kleinem Raum erfahren Sie in diesem Newsletter.

Ihr Nik Stuber

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Zurück zu kleinerer Wohnfläche

Gemäss Bundesamt für Statistik lebte der Durchschnittsschweizer 1980 auf 36 Quadratmetern Wohnfläche. In den darauffolgenden Jahrzehnten, die nicht zuletzt von einer Zunahme der Single-Haushalte geprägt waren, ist jener Wert auf 46 Quadratmeter gestiegen. Nach herkömmlichem Verständnis führt diese Entwicklung zu mehr Wohnkomfort – gleichzeitig entstehen jedoch ökologische Nachteile. Immerhin verantwortet «Wohnen» ein Viertel der in der Schweiz ausgestossenen Treibhausgase. Gleichzeitig hat eine Gegenbewegung hin zum Wohnen auf kleinerer Fläche eingesetzt. Hier und dort hat sich das Bewusstsein entwickelt, dass eine ansprechende Lebensqualität auch auf Flächen zwischen 15 und 40 Quadratmetern möglich ist. Wohnhäuser dieser Grösse werden als «Tiny Houses» bezeichnet und decken die Ansprüche von Bewohnern, die reduzierter wohnen möchten. Das Aufkommen der kleinen Häuser steht daher auch für einen nach dem Prinzip des Minimalismus geführten Lebensstil. Viele Menschen empfinden es als befreiend, sich von Überflüssigem zu trennen. Und in einem Tiny House hat es auch nicht viel Raum für Unnötiges! Dennoch bietet diese Wohnform guten Komfort. Dieser wird mit klugen Raumlösungen, intelligenter Gestaltung und multifunktionalen Möbeln geschaffen.

Kleineres Haus – tendenziell kleinerer CO2-Fussabdruck

Die Wohnhäuser im Kleinstformat richten sich darüber hinaus an Bewohner, die Flexibilität suchen. Schliesslich passt sich diese Wohnform gut dem Lebensstil an. In Zeiten gesellschaftlichen Wandels, der sich zum Beispiel in der Zunahme von Single-Haushalten zeigt, sind flexible Wohnformen vorteilhaft. Mit dem Bau eines Mini-Hauses verfolgen manche Bauherren auch einen ökologischen Gedanken. Tiny Houses sind üblicherweise Holzbauten. Im Vergleich zu CO₂-intensiv hergestelltem Beton ist Holz ein deutlich klimafreundlicherer Baustoff. Ohnehin wird für ein Tiny House weniger Baumaterial und damit, im Vergleich mit einem grösseren Gebäude, auch weniger «graue Energie» verbaut. Vorausgesetzt, dass das Kleinsthaus genügend Platz für eine ausreichende Isolierung bietet, wirkt sich auch ein geringerer Heizenergieverbrauch positiv auf die Ökobilanz aus. Zudem haben Tiny Houses kaum Raum für zum Beispiel eine Badewanne, was den Wasserverbrauch von vornherein einschränkt. Tiny Houses lassen sich ferner so konstruieren, dass sie vollständig abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgerichtet werden können. Wird bei der Erstellung bereits die Demontage am Ende des Lebenszyklus mitberücksichtigt, ist eine sortenreine Wiederverwendung von nahezu allen Baumaterialien möglich. Damit wird die Umweltbelastung noch einmal reduziert.

Kleinflächiger wohnen und Geld sparen

Im Vergleich mit einer klassischen Immobilie ist auch die finanzielle Belastung von Tiny Houses eher gering. Sowohl der Bau als auch der Unterhalt sind deutlich günstiger. Kleinsthäuser sind hierzulande ab rund 150’000 Franken erhältlich. Zusätzlich kommen noch weitere Ausgaben, beispielsweise für die Baugenehmigung und Erschliessung, hinzu.  Das Grundstück ist ausserdem ein zusätzlicher Kostenfaktor. Und wie bei jeder anderen Wohnform auch, fallen selbstverständlich auch bei einem Tiny House laufende Kosten an: fürs Heizen und den Gebäudeunterhalt. Wie die Ausmasse des Hauses, sind aber auch die Auslagen für den laufenden Betrieb moderat.

Möchten Sie ein Tiny House – oder ein anderes Objekt realisieren? Hier finden Sie weitere Infos zum Wohnbau von Stuberholz.

Sommerpause bei Stuberholz

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