Holzwurm Nr. 77 – Frühjahrsputz für Parkettböden

Holz ist ein lebendiger Werkstoff. Es reagiert auf Nutzung, Klima und Pflege – und genau darin liegt seine Qualität. Ein geölter Parkettboden entwickelt mit der Zeit Charakter, benötigt aber auch die richtige Aufmerksamkeit. Wer die Pflege korrekt ausführt, erhält nicht nur die Oberfläche, sondern den Wert des Bodens über viele Jahre.
Mit diesem Newsletter Holzwurm geben wir Ihnen konkrete Hinweise, wie Sie Ihren Holzboden im Rahmen des Frühjahrsputzes gezielt und fachgerecht reinigen.
Ihr Nik Stuber
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Frühjahrsputz – gezielte Pflege für geöltes Parkett
Mit dem Frühling verändert sich nicht nur das Licht im Raum, sondern oft auch der Blick auf das eigene Zuhause. Traditionell steht zum Frühjahr ein gründlicher Wohnungsputz an. Dabei lohnt es sich, den Parkettboden gezielt in die Pflege einzubeziehen. Eine gründliche Grundreinigung hilft Schmutzablagerungen zu entfernen, die Oberfläche aufzufrischen und die natürliche Schönheit des Holzes langfristig zu erhalten.
Die folgenden 5 Tipps zeigen, worauf es bei geöltem Parkett ankommt.
1. Trocken vor Nass
Gerade im Eingangsbereich und in der Küche sammeln sich Staub, Krümel und feine Sandpartikel. Diese werden im Alltag weitergetragen und wirken auf der Oberfläche wie Schleifmittel. Vor jeder Wischreinigung sollte der Boden deshalb gründlich abgesaugt oder trocken gereinigt werden. So wird verhindert, dass Schmutz verteilt oder zusätzlich in die Oberfläche eingearbeitet wird.
2. Das geeignete Reinigungsmaterial
Herkömmliche Haushaltsreiniger sind für geöltes Parkett ungeeignet. Sie können die schützende Ölschicht angreifen und das Holz austrocknen. Eine abgestimmte Parkettseife reinigt nicht nur, sondern unterstützt gleichzeitig die Pflege der Oberfläche. Ergänzend kann eine Pflegeemulsion eingesetzt werden, um beanspruchte Bereiche aufzufrischen.
3. Das richtige Reinigungsmittel
Herkömmliche Haushaltsreiniger sind für geöltes Parkett ungeeignet. Sie können die schützende Ölschicht angreifen und das Holz austrocknen. Eine abgestimmte Parkettseife. Diese reinigt nicht nur, sondern unterstützt gleichzeitig die Pflege der Oberfläche. Ergänzend kann eine Pflegeemulsion eingesetzt werden, um beanspruchte Bereiche aufzufrischen.
4. Raumklima im Blick behalten
Neben der Reinigung hat auch das Raumklima direkten Einfluss auf den Zustand des Parketts. Zu trockene Luft kann zu Fugenbildung oder Verformungen führen. Eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 35 und 65 Prozent gilt als ideal. Durch regelmässiges Lüften oder den Einsatz von Luftbefeuchtern bleibt das Holz im Gleichgewicht
5. Schutz im Alltag integrieren
Viele Gebrauchsspuren entstehen nicht durch einmalige Belastung, sondern durch tägliche Nutzung. Filzgleiter unter Möbeln reduzieren mechanische Beanspruchung deutlich.Im Eingangsbereich helfen Schmutzschleusen, Sand und Feuchtigkeit zurückzuhalten. So wird der Boden nachhaltig entlastet.
6. Wenn Reinigung nicht mehr ausreicht
Ist Ihr Holzboden stark beansprucht, stösst die normale Reinigung an ihre Grenzen. In solchen Fällen kann eine fachgerechte Auffrischung sinnvoll sein. Durch Schleifen und eine neue Oberflächenbehandlung lässt sich der Boden technisch und optisch wieder in einen neuwertigen Zustand bringen.
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